TuetuencueHarburg - Der Mörder überraschte Mustafa Tütüncü im Schlaf in einer Wohnung an der Bremer Straße. Was sich dann abspielte, ist eine so  grausame und feige

Tat, wie sie nur selten vorkommt. Der Täter metzelt sein Opfer, dass noch auf die Straße flieht, mit zwei Messern nieder, die beide unter der Wucht der Stiche abbrachen. Tütüncü starb am Tatort. Der Mörder flüchtete. Er wurde nie gefasst.

Jetzt, knapp elf Jahre nach der Tat, hat die Mordkommission neue heiße Spuren. DNA, der genetische Fingerabdruck des Täters, könnte die Ermittler weiter bringen. Das Bundeskriminalamt soll Spurenträger untersuchen, auf der sich winzigste DNA-Spuren befinden dürften. Verfeinerte Verfahren machen das möglich. Doch das ist nicht die einzige neue heiße Spur, die die Beamten haben. Auch ein dunkelbrauner Mercedes, der damals im Oktober 2003 am Tatort beobachtet wurde, könnte zum Mörder führen. Kommenden Mittwoch wird der Fall noch einmal in der Fahndungssendung Aktenzeichen XY... ungelöst ausgestrahlt.

Das Motiv für die Tat ist ungeklärt. Der damals 38-Jährige Tütüncü war Palettenhändler aus Delmenhorst. Fußball war seine Passion. Vor seinem Tod hatte er sich im Alex an der Binnenalster in Hamburg mit einem ihm bekannten Fußball-Profi getroffen, um noch Karten für ein Spiel zu bekommen. In Delmenhorst wird noch heute ein Hallenfußball-Cup ausgetragen, der Tütüncüs Namen trägt.

Die Mordkommission sucht jetzt weitere Zeugen zu dem Fall. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 4286-56789 entgegen. dl