100704BerhanHarburg - Vor fünf Jahren wurde Berhan I. festgenommen, weil er zusammen mit einem Komplizen am Seeveplatz einen Mann (44) wegen Kleingeld tot prügelte. Der "20-Cent-Killer",

wie er genannt wurde, ist seit Juni dieses Jahres wieder auf freien Fuß.

Jetzt steht er wieder vor Gericht. Während der Haft in der Jugendstrafanstalt Hahnöfersand soll er mit anderen Langzeithäftlingen einen 23 Jahre alten Insassen auf übelste Weise malträtiert haben.

Unter anderem wurde dem Opfer mit einer Rasierklinge ein V in den Rücken geritzt. Zuvor sei dieser bedroht und genötigt worden. Unter anderem sollte er durch seine Freundin ein Handy und Drogen in das Gefängnis schmuggeln lassen.

Dabei hätte Berhan, so die Anklage, den 23-Jährigen eingeschüchtert, in dem er erklärte er habe jemanden für 20 Cent umgebracht und durchblicken ließ, das würde er auch für ein paar Kügelchen Haschisch machen.

Der 23-Jährige, der als Zeuge geladen ist, wurde nach der Anzeige überfallen und bedroht. Offenbar um seine Aussage zu verhindern.

Berhan I. ist, wie die meisten anderen Angeklagten, auf freiem Fuß. Er macht gerade bei Rechtsanwalt Björn Eggert, welcher ihn heute als Strafverteidiger vertritt, ein Praktikum.

Dieser lobte zum Prozessauftakt  positive Eigenschaften seines Mandanten. dl

 

 

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