140726MEK04Hausbruch – Über Stunden hat ein 26 Jahre alter Mann am Sonnabend die Polizei in Atem gehalten und gleichzeitig im Süderelberaum für ein Verkehrschaos

gesorgt. Weil er sich mit einer Schusswaffe bewaffnet für Stunden an der Altwiedenthaler Straße in Höhe der dortigen Fußgängerunterführung aufgehalten hatte und gegenüber der Polizei drohte, sich zu erschießen, waren sowohl die Bahnstrecke, wie auch die nahe Cuxhavener Straße gesperrt worden. Ein Polizeipsychologe überredete den Mann schließlich zur Aufgabe.

Gegen 9 Uhr war der 26-Jährige, der tunesische Wurzeln hat, ganz in schwarz gekleidet in 140726MEK5der Elan-Tankstelle an der Neuwiedenthaler Straße aufgetaucht. Der Mann kaufte eine Flasche Mineralwasser. Dann legte er einen Zettel auf den Tresen. „Sinngemäß stand darauf, dass er festgenommen werden wolle und sich an der Altwiedenthaler Straße an der Unterführung aufhalten werde“, so eine Polizistin.

Der Tankstellenmitarbeiter rief die Polizei. Beamte entdeckten den mit einer Pistole bewaffneten Mann an der beschriebenen Stelle. Sofort wurde die Gegend weiträumig abgeriegelt. Der Bahnverkehr musste eingestellt werden. Neben der S-Bahn war auch der Metronom betroffen. Um 10.10 Uhr traf das Mobile Einsatzkommando ein. Die schwer bewaffneten Beamten bezogen Stellung. Dabei führten sie schwere, beschusssichere Stahlschilde mit.

Es begann ein mehrstündiger Nervenkrieg. Immer wieder redete der Polizeipsychologe auf den 26-Jährigen ein. 140726MEK01Die MEK-Beamten machten sich fertig für einen Zugriff. Dazu kam es nicht mehr. Um 13.15 Uhr gab der Mann auf und warf die Waffe weg. Es handelte sich, wie sich anschließend herausstellte, um eine Schreckschusspistole. Er wurde festgenommen und zurr Wache Neugraben gebracht. Ein Amtsarzt soll den Mann untersuchen. Er scheint massive psychische Probleme zu haben. Bereits im vergangenen Jahr war er wegen eines Suizidversuches aufgefallen. zv

Veröffentlich 26. Juli 2014