140519Feuer1Eißendorf – Feuer am Volkswohlweg. Im Treppenabgang zum Keller eines Mehrfamilienhauses brannten in der Nacht zum Dienstag  Unrat und ein Kinderwagen. Die Polizei geht

von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Blitzschnell warn das gesamte Treppenhaus und Flure verqualmt. Den Mietern der beiden Etagen und des ausgebauten Dachgeschosses war der Fluchtweg abgeschnitten. 140519Feuer4„Als wir eintrafen, hatten waren bereits sechs Personen, darunter ein Kind, auf das Dach geklettert“, sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr, Joachim Behnke. Über die Drehleiter wurden die Menschen gerettet. Insgesamt neun Personen, darunter drei Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren, wurden gerettet. Auch von Balkonen holten die Feuerwehr mehrere Bewohner. Insgesamt 13 Personen wurden verletzt. Neun davon kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Sie hatten Rauchvergiftungen erlitten. Später konnten alle wieder entlassen werden.

Laut Behnke hatten mehrere Hausbewohner den „klassischen“ Fehler gemacht. Sie hatten, 140519Feuer3nachdem sie das Feuer bemerkt hatten, versucht durch das Treppenhaus zu flüchten. Dadurch gelang der gefährliche Rauch in ihre Wohnung. Laut Feuerwehr ist es in so einem Fall besser in seiner Wohnung zu warten, bis die Feuerwehr da ist. Denn wer in den Qualm läuft, ist in akuter Lebensgefahr.

Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Es gibt auch einen Verdächtigen. Es ist ein etwa 35 Jahre alter MAnn mit kräftiger Figur und kurzen, schwarzen Haaren, der ein rotes T-Shirt und eine schwarze Jogginghose mit blauen Streifen trug. Er war von einer Pizzabotin gesehen worden, die in dem betroffenen Haus eine Bestellung ausgeliefert hatte. Die Kripo ermittelt. Erst am Wochenende140519Feuer2 war am Volkswohlweg gezündelt worden. In dem Fall hatte der Täter die Scheibe eines geparkten Autos eingeschlagen und brennendes Papier auf einen Sitz geworfen. Das Feuer war schnell bemerkt und gelöscht worden. Konkrete Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Bränden besteht, hatte die Polizei zunächst nicht. dl