TrepollAndreHarburg - Über 40 Prozent aller im Bezirk Harburg verübten Einbrüche passieren am helligten Tag. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des aus Süderelbe

kommenden Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll (Foto) hervor.  Danach hat im Jahr 2013 insgesamt 606 Wohnungseinbrücheim Bezirk  gegeben. 248 waren sogenannte Tageswohnungseinbrüche. Insgesamt ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche gegenüber 2012 um 8,2 Prozent (+ 46 Fälle) angestiegen, gegenüber 2011 sogar ein Anstieg von 18,1 Prozent (+ 93 Fälle) , die Aufklärungsquote lag 2013 nur noch bei 7,3 Prozent und damit nochmals niedriger als 2012 bei 8,9 Prozent und 2011 bei 14,2 Prozent. Von den 606 Einbruchsdelikten in 2013 konnten also lediglich 44 Fälle aufgeklärt werden, in 2012 waren es 50 und in 2011 insgesamt 73 aufgeklärte Fälle.
 
Die Einbruchsdiebstähle in Gewerbegebäude hat 2013 in Harburg zwar abgenommen, aber bemerkenswert ist die dabei deutlich gesunkene Aufklärungsquote in diesem Bereich. Von 196 Einbrüchen in Gewerbegebäude konnten lediglich 16 Fälle aufgeklärt werden, dieses entspricht einer Aufklärungsquote von 8,2 Prozent, 2012 lag die Aufklärungsquote immerhin noch bei 16,1% oder 60 aufgeklärten Fällen.
2013 haben sich in Harburg 4 besonders schwere Diebstähle in oder aus Banken, Sparkassen, Postfilialen und -agenturen ereignet, von denen kein einziger Fall ausgeklärt werden konnte, ebenso in 2012.

 „Einbrüche verursachen einen erheblichen Vermögensschaden", so Trepoll. "Für viele Betroffene ist diese Störung ihres privaten Lebensumfeldes jedoch ein absoluter Albtraum. Es ist daher mehr als bedauerlich, dass die Einbruchszahlen unter dem SPD-Senat immer weiter ansteigen. Dass jedoch gleichzeitig die Aufklärungsquoten immer weiter absinken ist ein absolutes Armutszeugnis." dl

Die Kriminalitätsentwicklung in den einzelnen Stadtteilen im Bezirk