091222WinterchaosHarburg – Festgefahrene Laster auf der Walter-Dudek-Brücke, blockierte Auffahrten zur Stadtautobahn. Wer Dienstagmorgen mit dem Auto unterwegs war, schlitterte von Stau zu Stau. Wo sind die Streufahrzeuge der Stadtreinigung, fragten sich viele Autofahrer. „Wir waren im Dauereinsatz“ versichert deren Sprecher Reinhard Fiedler. Bereits Montagabend um 21.30 Uhr wurde erstmals gestreut. „Dann haben wir gleich um 1 Uhr eine zweite Tour nachgelegt“, sagt Fiedler. Doch der Schneefall war einfach zu stark. „Auf dem zehn Zentimeter tief gefrorenen Boden blieb er liegen. Das Salz wirkte nicht so gut, weil nachts wenig Verkehr war und die Autos nicht Salz und Schnee gut vermischten“, sagt Fiedler. Und weil es im Raum Harburg sogar stärker schneite, als im Rest der Stadt, setzte die Stadtreinigung südlich der Elbe sogar Schneeflüge ein. Auch kleinere Streufahrzeuge, die eigentlich nicht für Straßen vorgesehen sind und die Mitarbeiter, die sonst nur die Zebrastreifen abstreuen, halfen bei Problemen.
Die genervten Autofahrer tröstete das nicht. Sie standen hinter den Lastwagen, die keinen Zentimeter vorankamen. Erst die Feuerwehr, die die Lkw über die Steigungen zog, sorgte für Abhilfe. „Das Problem ist, dass viele Lastwagen keine Winterreifen haben“, sagt Fiedler. So werden bei Glätte schon kleine Steigungen zu unüberwindlichen Hindernissen. „Ja“, sagt Matthias Schmitting vom ADAC-Hansa, „das ist so.“ Eine Umrüstung auf Winterreifen sei einfach für die Speditionen viel zu teuer. Dann werden lieber Verwarngelder von maximal 40 Euro gezahlt. zv