131206LandUnterHarburg – Die Sturmflut am Freitagmorgen im Bereich Harburg und Wilhelmsburg ist glimpflich verlaufen. Überall hielten die Deiche. Der Hochwasserschutz hat sich bewährt. Wer

sich gegen 6.30 Uhr aufgerafft hatte, an einen der Deich zu gehen, konnte sehen, dass heute noch „Luft“ ist. Überschwemmt wurden die Gebiete, die es immer trifft. Im Binnenhafen stand die Bootswerft unter Wasser. Am Neuländer Elbdeich war es das Haus im Deichvorland, das betroffen war.

In Wilhelmsburg wurden die Bewohner eines Mehrfamilienhauses, das einzige in der Straße vor dem Fluttor, vom Hochwasser „überrascht“. Dort kam es noch zu einem Feuerwehreinsatz, weil ein Stromanschluss zu qualmen begann. Ganz in der Nähe wurden auch drei geparkte Fahrzeuge „Opfer“ des Hochwassers.

In der Nacht hatte es zahlreiche Einsätze der Feuerwehren im gesamten Süderelberaum gegeben, nachdem Sturmtief Xaver noch einmal aufgedreht hatte. Zeitweise mussten Teile des S-Bahnhofs Wilhelmsburg gesperrt werden, weil von einem Dach Ziegel herab fielen. Im Bereich Harburg waren es, wie schon am Tag,  vor allem umgestürzte Bäume, die die Einsatzkräfte beschäftigten. Aber auch ein auf die Straße gewehtes Dixi-Klo musste von der Feuerwehr beseitigt werden.

Auf den Verkehr hatte das Hochwasser beträchtliche Auswirkungen. Weil große Teile des Hafens, die Köhlbrandbrücke und die Kattwykbrücke gesperrt waren, kam es zu starken Behinderungen. In Harburg machte sich vor allem die Sperrung der Seehafenstraße bemerkbar. Der starke Ausweichverkehr, darunter viele Lastwagen, verstopften die Buxtehuder Straße und Stader Straße in Richtung Neugraben. In Wilhelmsburg kam es vor allem zu Behinderungen, weil sich vor den Sperrpunkten die Fahrzeuge stauten und auch den Verkehr in andere Richtungen blockierten.