131113AuzubineHarburg – Debohrah U. (26) war erst ein paar Wochen Auzubi und schon fehlten 480.000 Euro bei der Sparkasse. Überwiesen wurde das Geld von der neuen

 Mitarbeiterin auf Konten nach Zypern. Dort verliert sich die Spur des Geldes. Jetzt steht die 26-Jährige dafür vor dem Landgericht.

Was sie dort aussagte, dürfte in vielen Ohren einfach nur als dreist klingen.

 

Sie habe einen weltgewandten Nigerianer auf einer Party kennengelernt, sagte die Frau aus. Der hätte ihr ein Geschäft mit hoher Rendite vorgeschlagen. Den Namen des Mannes kennt sie natürlich nicht, für ihre Dienste habe sie 2500 Euro erhalten.

Skepsis ist mehr als angebracht. In der Wohnung der Tochter einer Ghanaerin fanden Ermittler rund 40.000 Euro Bargeld und einen gefälschten Pass. Ihr Freund ist Nigerianer und der Polizei wegen Drogendelikten bekannt.

Die Frau war oft auf Reisen. Kurztrips nach Malaga, Zürich oder in andere Städte hat sie gemacht. Die soll ihr ein angeblicher heimlicher Liebhaber, ebenfalls ein Nigerianer, spendiert haben.

Eine andere Version ist da schon realistischer: Die junge Frau ist Teil der Nigera-Connection, die schon seit Jahrzehnten durch Betrügereien auffällt. Der Prozess wird fortgesetzt. dl