091125Sprengung1Waltershof – Es war das spektakuläre Ende einer Blindgängerentschärfung. Um Punkt 13.14 Uhr zündete Mittwochmittag Sprengmeister Peter Bodes den Plastiksprengstoff, den er an der 1000 Pfund schweren

 panzerbrechenden Bombe angebracht hatte. Unmittelbar danach erhob sich eine riesige Sandfontäne über dem Gelände am Tankweg. Nur durch die gezielte Sprengung konnte die Fliegerbombe unschädlich gemacht werden.
Am Dienstag war der Blindgänger von Kampfmittelräumern entdeckt worden. Auf dem Gelände zwischen den Tanks verschiedener Firmen am Tankweg stand im zweiten Weltkrieg ein Petroleumlager. Das war mehrfach bombardiert worden. Über 20 Einschlagtrichter konnten die Kampfmittelräumer allein auf dem Gelände lokalisieren. Dazu wurde noch eine Stelle gefunden, an der im Zweiten Weltkrieg Blindgänger gesprengt wurden.
Der am Dienstag gefundene Blindgänger war eine amerikanische Spezialbombe. In ihr steckte besonderer Sprengstoff. Die Hülle solcher Bomben ist besonders dick. „Panzerbrechend“ sollten sie sein. Dazu waren die Zünder so konstruiert, dass sie nach dem Einbau verriegelt wurden und nicht mit herkömmlichen Mitteln wieder ausgebaut werden konnten. Deshalb war, so stellten die Experten am Dienstag bei einem Entschärfungsversuch fest, die Bombe nicht mit konventionellen Mitteln unschädlich zu machen. Für die Sprengung am Mittwoch wurde anliegende Firmen evakuiert. 150 Mitarbeiter waren betroffen. Auch der Schiffsverkehr auf der Elbe musste zeitweise eingestellt werden. zv

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