InnenstadtHarburg2Harburg - Besuchern der Harburger Innenstadt droht eine ganz besondere Gefahr: Taschendiebe. Nirgends im Bezirks wird so mit langen Fingern hingelangt wie

in der Lüneburger Straße und den Harburgern Shopping-Centern. Knapp 60 Prozent aller Taten passieren laut Statistik der Polizei in diesem Bereich. Das die Langfinger zur Rechenschaft gezogen werden, ist unwahrscheinlich. Die Aufklärungsquote im Bezirk liegt bei 4,4, bei Taten, die im Kern Harburgs passierten sogar nur bei 3,3 Prozent.  „Taschendiebstahl ist in Harburg leider Alltag“, so André Trepoll, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU, der durch eine Kleine Anfrage die Zahlen ans Licht brachte.

Für den Bezirks Harburg sind die Langfinger ein Dauerproblem. ‪ ‪In 2011 gab es 486 erfasste Fälle von Taschendiebstahl, von denen lediglich 10 aufgeklärt wurden. In 2012 waren es schon 706 erfasste Fälle, von denen gerade einmal 19 aufgeklärt wurden und in 2013, bis Ende Juni, sind bereits 318 erfasste Fälle, von denen bisher nur 14 Fälle aufgeklärt wurden.‬ In allen Jahren war das Kerngebiet Harburg dabei der Schwerpunkt der Täter. 2012 waren es sogar über 50 Prozent aller Taten, die im Innenstadtbereich Harburg passiert sind. Was die Statistik auch verrät: 90 der ermittelten Täter der vergangenen Jahre hatten einen deutschen Pass. Der Rest kommt ausnahmslos aus ‪Rumänien, Bulgarien, Algerien, Bosnien-Herzegowina, Türkei, Polen, Afghanistan, Serbien und Marokko‬.‬‬


“Das einzige was gegen Taschendiebstahl nachhaltig hilft, ist eine erhöhte Polizeipräsenz vor Ort und das eindeutige Kennzeichnen von solchen Gefahrenorten“, glaubt Trepoll. Letzterem gab der Senat eine Absage. Schilder, die vor Taschendiebstahlsgefahr warnen, wird es nicht geben. Mit mehr Polizeipräsenz rechnet Trepoll nicht. “Die kommenden geplanten Einsparungen bei der Hamburger Polizei lassen daher leider auch für die Zukunft wenig Besserung erwarten“, sagt der Politiker. Sein Fazit: „‪Harburg ist und bleibt ein Paradies für Taschendiebstähle.“ ‬zv‬