130930KohlellagerMoorburg – Jetzt gibt es auch im zweiten Kreiskohlelager in Moorburg ein Hitzeproblem. Im Rahmen der normalen Messungen im Kohlekreislager 1 sind am Morgen leicht

erhöhte Kohletemperaturen an drei lokalen Punkten festgestellt worden. Sie liegen laut Vattenfall jedoch deutlich niedriger als im Lager 2. Im Lager 1 sind die erhöhten Temperaturen durch Umlagerung der Kohle innerhalb des Speichers sowie entsprechende Bewässerung binnen zwei Stunden wieder abgesenkt worden.

Bereits seit Freitag ist die Feuerwehr am Kreiskohlelager 2 im Einsatz. Dort geht die Feuerwehr auch von einem Brandherd aus. Mit Löschlanzen wird durch ein durch ein Tor geschnittenen Zugang der Schwelbrand bekämpft. Um die sogenannten „Hot Spots“ mit stark erwärmter Kohle erreichen zu können, läuft laut Vattenfall seit vergangenem Freitag die Auslagerung von Kohle aus dem Kohlekreislager 2 des Kraftwerks Moorburg. Die anfangs erhöhten Kohlenmonoxidwerte lägen nach Belüftung nun wieder deutlich unter dem gültigen Warnwert, so dass die Umladung per Radlader fortgesetzt werden kann. Die Kohle wird per Binnenschiff nach Wedel abtransportiert und im dortigen Heizkraftwerk eingesetzt. Die „Hot Spots“ werden voraussichtlich in drei bis vier Tagen erreicht und dann abgelöscht.


Die Hitzeentwicklung wurde offenbar durch eine biochemische Reaktion ausgelöst, die entsteht, wenn Kohle lange an einer Stelle gelagert und nicht umgeschichtet wird. Nach Einschätzung von Vattenfall wird dieses Problem nach der Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks nicht mehr vorkommen, da die Kohle regelmäßig verbraucht wird. zv