130414VUHeimfeld – Zertrümmert steht ein VW Golf auf der Buxtehuder Straße. Am Steuer saß ein   22-Jähriger, der vermutlich bei einem „Rennen“ die Kontrolle über den

aufgemotzten Wagen verlor. Der Unfall ereignete sich Samstagnachmittag gegen 15 Uhr.

Passanten hatten gesehen wie der VW einen  Opel Astra verfolgte. Dabei sollen, so schätzten die Zeugen später gegenüber der Polizei, die Fahrzeuge mit mindestens Tempo 100 sehr dicht aufeinander die Buxtehuder Straße hinunter gerast sein.

Als Fahrer Mike S. mit seinem VW Golf den Fahrstreifen wechselte, verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Golf schleuderte von der Straße in einen geparkten Toyota Avensis. Das Auto wurde durch die Wucht des Aufpralls erst gegen einen Baum, dann quer über den Bürgersteig geschleudert.

„Rennfahrer“ Mike S. kam ins Krankenhaus. Er hatte einen Schock erlitten, konnte nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Seinen Führerschein ist er erstmals los. Sein VW Golf, der laut eines Beamten um die 300 PS unter der Haube hat, ist ein Totalschaden. Der 22-Jährige selbst stritt ab, dass er sich mit dem Fahrer des Opel Astras ein Rennen geliefert hatte.

Die Fahrerin des Toyota kam kurz nach dem Unfall zurück zu ihrem Auto. Sie dürfte die „Dumme“ sein. „Der Wagen ist elf Jahre alt, aber top in Schuss“, sagt sie. Die Zahlung der Versicherung, glaubt sie, wird den Schaden nicht ersetzen können.

„Das ist oft so, wenn man sich einfach an die gegnerische Versicherung wendet“, sagt Carsten Metterhausen vom gleichnamigen Ingenieurbüro. „Dann geht es nach dem Zeitwert, der in einer Liste festgehalten ist. Ein individuell guter Zustand eines Fahrzeugs wird dabei nicht berücksichtigt“, sagt er. Sein Tipp: „Immer als Betroffener einen neutralen Gutachter hinzuziehen, der den tatsächlichen Wiederbeschaffungswert eine Fahrzeugs ermittelt.“ zv