091030Feuer1Rönneburg - Bei einem Feuer in einem von überwiegend behinderten Menschen bewohnten Haus am Reeseberg sind in der Nacht zum Freitag sechs Menschen, darunter ein Kind, teilweise schwer verletzt worden. Eine Frau (72) erlag

 ihren Verletzungen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Gegen Mitternacht war der Brand in der Erdgeschosswohnung der 72-Jährigen ausgebrochen. Hannelore B. erlitt schwere Verbrennungen. Sie rettete sich zu Nachbarn, diese brachten sie ins Freie. Als die Feuerwehr eintraf, war mehreren Bewohnern der Fluchtweg abgeschnitten. "Der gesamte Treppenraum des viergeschossigen Gebäudes war verqualmt. Der Rauch hatte sich überall ausgebreitet", sagt Feuerwehrsprecher Peter Braun. Einsatzkräfte retteten sechs Menschen, darunter eine 17-jährige und ihren zwei Jahre alten Bruder aus dem Gebäude.

"Das Feuer selbst konnte schnell mit einem C-Rohr gelöscht werden", sagt Braun. Anschließend musste das Haus belüftet werden. Die sechs Verletzten kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Hannelore B. wurde ins Unfallkrankenhaus Boberg gebracht. Dort gibt es Spezialbetten für Brandverletzte. Doch die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen. Ihre Haut war zu mehr als 50 Prozent verbrannt. Zwei weitere Bewohner, für die die Aufregung zu groß war, kamen mit einem Schock ins Krankenhaus. Die Brandursache ist unklar. "Die Brandermittlung des Landeskriminalamtes hat den Fall übernommen", sagt Hauptkommissar Andreas Schöpflin.

Die Feuerwehr, darunter Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rönneburg, war mit insgesamt 44 Mann im Einsatz. Am Freitagmorgen begannen Spezialisten der Polizei damit Spuren in den Trümmern zu sichern. zv

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