091029RathausHarburg - Es wird ernst. Harburg wird in den kommenden vier Jahren rund 1,9 Millionen Euro weniger Bezirksmittel zur Verfügung haben. Das ist die Sparvorgabe des Senats. Wie und wo gespart werden soll, bleibt dem Bezirk überlassen. Durch Personalabbau soll die Vorgabe erbracht werden. Der Bezirk wird 35 Stellen verlieren. Um das möglichst sanft umzusetzen, will die Verwaltung durch Pensionierung frei gewordene Stellen nicht wieder besetzen. „Von unseren rund 850 Mitarbeitern werden in der Zeit etwa 15 Prozent pensioniert“, sagt Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg. Das wären rund 130 Mitarbeiter. Trotzdem wird es nach Einschätzung des Bezirksamtsleiters nicht einfach. „Unsere Mitarbeiter arbeiten in 50 verschiedenen Berufen. Wir müssen sehen, dass die Aufgaben weiter erledigt werden. Deswegen kommt es sehr darauf an, wo Stellen frei werden“, so Meinberg. Die Schließung von Dienststellen ist bislang nicht beabsichtigt. Auf die Mitarbeiter wird aber eine Arbeitsverdichtung zukommen. Einen Trumpf glaubt der Bezirksamtsleiter noch im Ärmel zu haben. Der Bezirk hat rechnerisch noch etwa 3,5 Millionen Euro Guthaben. Das sind Gelder für Personal, die nicht ausgegeben wurden. Die möchte Meinberg mit der Sparvorgabe verrechnen. Ob sich der Senat in diesen klammen Zeiten darauf einlässt, ist unklar. zv