120518moko3Harburg – „Wash Wash“ heißt die skurrile Betrugsmasche, die der Grund für den unfassbar brutalen Überfall Joseph M. am Schloßmühlendamm durch Muzlija H. und dessen drei Söhne ist. Beim Prozess vor dem Landgericht

kam jetzt heraus, dass die Familie 30.000 Euro durch die miese Masche an den Kongolesen verlor. Für „Wash Wash“ braucht man sehr gutgläubige und auch etwa gierige Opfer. Denn so soll „Wash Wash“ funktionieren: es ist ein Verfahren um angeblich illegal nach Deutschland gebrachtes Geld, das ganz schwarz ist, wieder zu entfärben. Ein echter Schein wird zwischen zwei schwarz gefärbte Scheine gepackt. Dazu kommen Alufolie und Chemikalien. Am Ende hat man drei echte Scheine. 30.000 Euro stellte Muzlija H. dafür zu Verfügung. Das Geld sammelte er bei der Familie ein. Er glaubte offenbar an „Wash Wash“. Natürlich ist das absoluter Stuss. Beim angeblichen Waschvorgang, der längere Zeit dauert werden die gutgläubigen Besitzer des Geldes abgelenkt. Der Täter brennt mit dem echten Geld durch. Die Opfer bleiben mit wertlosen schwarzen Papierschnipseln zurück. Als die Familie Joseph M. nach Monaten am Schloßmühlendamm wiedersah, so die Schilderung vor Gericht, kam es zu dem brutalen Übergriff, bei dem der „Geldvermehrer“ durch Prügel und einen Messerstich schwer verletzt wurde. zv

Artikel: In der City am hellichten Tag: Schlägertrupp will Mann töten

Artikel: Zielfahndung: Gesuchter Messerstecher in Belgien verhaftet