120518moko3Harburg - Die Tat hatte für ungläubiges Entsetzen gesorgt. Im Mai zerrten am helllichten Tag auf der Kreuzung Schloßmühlendamm Ecke Am Sand mehrere Männer einen 41-jährigen Kongolesen aus einem

Auto und schlugen und stachen vor den Augen zahlreicher Zeugen auf ihn ein.

 

Einer der Stiche traf Joseph M. in die Lunge. Durch eine Notoperation retteten Ärzte sein Leben. Für den brutalen Angriff stehen jetzt Muzlija H., 44, und seine drei Söhne vor dem Landgericht. Der Vorwurf lautet gegen die Söhne auf gefährliche Körperverletzung.

Muzlija H., der als Messerstecher identifiziert wurde, muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten. Elf Verhandlungstage sind angesetzt, um ein Urteil zu finden. Eine Abkürzung des Verfahrens wird es nicht geben. Familienoberhaupt Muzlija H. wäre dann, so stellte es die Staatsanwaltschaft in Aussicht, mit einen milden Urteil, fünf Jahre Haft, davongekommen. Das ist ihm zu hoch.

 

 

Am Freitag kommender Woche geht die Verhandlung weiter. Dann könnte auch das Motiv für die Tat ans Licht kommen. Muzlija H. will dann aussagen. Es heißt, es soll um beträchtliche Geldschulden gegangen sein.  zv

 

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