010113Toter3Harburg - Nach dem Tod des 32 Jahre alten Familienvaters kurz nach dem Jahreswechsel an der Straße Zur Seehafenbrücke haben Polizisten bei einer Wohnungsdurchsuchung eine Waffe sichergestellt. Kriminaltechnische Untersuchungen müssen jetzt ergeben, ob aus ihr die Kugel abgefeuert wurde, durch die der dreifache Vater Cetin Y. starb. Ermittler der Mordkommission gehen davon aus, dass sich der tödliche Schuss nicht vorsätzlich, sondern sich beim Hantieren mit der Waffe löste. Wer die Waffe in der Hand hatte, ist unklar. Sie wurde offenbar vom Tatort weggeschafft. Auch eintreffende Rettungskräfte, die zunächst von einer Erkrankung des Mannes ausgingen, waren offenbar nicht richtig über Verletzung des 32-Jährigen aufgeklärt worden. Erst aus dem Krankenhaus wurde die Polizei gerufen, weil dort das Einschussloch im Bauchbereich des Toten festgestellt wurde. Die Kugel war von unten nach oben in den Körper eingedrungen und hatte unter anderem die Hauptschlagader getroffen. Die Ermittlungen laufen, sollte der Mann nicht selbst den Schuss ausgelöst haben, auf den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz hinaus.

 

Die Tat ist nicht der einzige Fall, den die Mordkommission in Harburg beschäftigt. An der Mergellstraße prügelte am Neujahrsmorgen ein 40-Jähriger mit einem Tischbein seinen Stiefvater (55) halbtot. Täter Toni J., seine Mutter und Opfer Roland Sch. Hatten gemeinsam den Jahreswechsel gefeiert. Am frühen Morgen kam es zum Streit. Dabei soll auch Alkohol eine Rolle gespielt haben. Die Frau verließ die Wohnung. Als sie zurückkam, lag ihr Mann schwer verletzt am Boden. Ihm waren unter anderem Gesichtsknochen zertrümmert worden. Roland Sch. kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht für ihn nicht. Seinen Stiefsohn nahmen Polizisten in dessen Wohnung in Tostedt fest. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann seinen Stiefvater töten wollte. Toni J. kam vor den Haftrichter. zv

Der Bericht zum Tod an der Seehafenbrücke