121223RStrasseWilhelmsburg – Eisregen hat die Wilhelmsburger Reichsstraße in der Nacht zum Sonntag in eine Rutschbahn verwandelt. Nachdem sich innerhalb kurzer Zeit zwei Unfälle ereigneten, sperrte die Polizei die Reichsstraße zwischen

 

Wilhelmsburg Mitte und Kornweide. Das ist der Bereich, in dem der Flüsterasphalt verlegt wurde. Der ist offenbar auch Schuld an der Eisglätte.

Die Fahrbahn muss so angelegt sein, dass das Wasser schnell abfließen kann. Bei der Wetterlage hatte das Folgen. „Es wurde mehrfach abgestreut, ohne das die entsprechende Wirkung erzielt wurde“, sagt eine Polizistin. Der Grund ist erklärbar. Das Salz taute nur die obere Schicht und floss dann schnell ab.

Dazu kam die besondere Wetterlage. „Die eintreffende Warmluft ist sehr langsam über Norddeutschland gezogen und hat sich nur schwer gegen die Kaltluft durchgesetzt“, sagt Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. Während in es hohen Luftschichten schon warm war, blieb es am Boden kalt.

Der andauernde Eisregen sorgte für immer neue Eisbildung auf dem Flüsterasphalt. So war die Reichsstraße von 0.25 Uhr bis in den Sonntagnachmittag gesperrt.

Die Wetterlage ist laut Böttcher ungewöhnlich. „Sie kommt so durchschnittlich nur alle zwei Jahre vor“, sagt er. Autofahrer bemerkten das durch einen ungewöhnlich dicken Eispanzer, der sich auf den Fahrzeugen gebildet hatte und das Eiskratzen zu einem längeren Unterfangen machte.

Das wird in den kommenden Tagen vermutlich nicht nötig sein. Laut Böttcher bis zu 9 Grad warm. Das ist nicht ungewöhnlich. Weiße Weihnacht ist eher eine Seltenheit. Die Durchschnittstemperatur für die Weihnachtstage liegt um die 6 Grad. zv