121211Kokain1Wilhelmsburg - Über Monate haben Drogenfahnder von Zoll und Polizei gegen drei Männer ermittelt, die im großen Stil Kokain geschmuggelt und verkauft haben. Drehscheibe für fast eine Tonne hochreines Kokain war dabei

offenbar eine Containerfirma in Wilhelmsburg. Dort stellten die Drogenfahnder über 200 Kilo Kokain sicher. Den Tätern hatte der schwunghafte Drogenhandel ein Luxusleben ermöglicht.

Als jetzt die Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) von Zoll und Polizei zuschlugen, stellten sie 1,1 Millionen Euro Bargeld und sechs Luxus-Autos, darunter einen Ferrari Spider sicher. Auch mehrere Waffen fand die Polizei.

Per Schiff, eingearbeitet in 400 Kilo schwere Umlenkrollen, kam das Kokain aus Südamerika nach Deutschland. In Hamburg wurde es am Ellerholzweg in der Containerfirma des einen Haupttäters Antonio S. (58), aus den Verstecken geholt. 34 Kilo Kokain, abgepackt zu jeweils einem Kilo, passten in jede der Umlenkrollen, die einen Durchmesser von 1,2 Meter haben.

Bis zu 32.000 Euro per Kilo kassierte das Trio für jedes Kilo Kokain. Antonio S., der Wilhelmsburger Ali J. (35), Caner G. (40) verdienten so Millionen. 268 Kilo Kokain konnten bei der Durchsuchung der insgesamt 15 Objekte sichergestellt werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter fast 800 Kilo Kokain bereits verdealt hatten. Allein das würde einen Erlös von rund 20 Millionen Euro bringen. Das Geld horteten die Täter an verschiedenen Stellen. Einer der Männer hatte über eine halbe Million Euro in einem Rucksack. Ein anderer hatte ein Gelddepot bei seiner Großmutter angelegt.

Zugeschlagen hat die Drogenfahndung, als jetzt zwei Kuriere, ein Jugoslawe (60) und ein 34 Jahre alter Pole Kokain per Kleintransporter zu Abnehmer Bernd F. (44) Richtung Stuhr bei Bremen brachten. Im Rahmen der Aktion konnten alle Haupttäter verhaftet werden. Bernd F. wurde bei Bremen, Antonio S. und Caner G. in Hamburg festgenommen. Murat C. fasste die Polizei im spanischen Alicante. zv

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