120816SchlepperHarburg - An der Ecke Ernst-Eger-Straße/Denickestraße war Schluss. Der schwere Laster der Müllabfuhr stecke fest, kam nicht mehr um die Ecke. Falschparker ließen dem Fahrer kein Platz zum Rangieren. „Das ist

in diesem Viertel an der Uni fast täglich so“, sagt einer der Müllwerker. Diesmal machte sein Fahrerkollege kurzen Prozess, griff zum Handy und rief die Polizei.

Die orderte gleich zwei Abschlepper, und wenig später hatten sie einen Ford Transit und einen Opel Corsa auf dem Haken. Deren Besitzer werden sich nach dem ersten Schreck im Polizeikommissariat 46 melden und erfahren, dass ihre Autos jetzt an der Hannoverschen Straße parken wo sie niemanden behindern. Und dann kommen die Rechnungen: ein Bußgeld für verkehrsbehinderndes Falschparken und eine für die „Dienstleistung“ Abschleppen. Da kommen 200 bis 300 Euro zusammen.

 

Anwohner Peter Röhl: „ Es ist eine Katastrophe hier.  Vor allem die Lehrer von den Schulen an der Kersche und von der ehemaligen Gesamtschule parken alles voll.“ Das merke man in den Ferien, da finde man eher einen Parkplatz. Er habe auch schon Pendler beobachtet, die die Wohnstraßen als Park-and-ride-Parkplatz für die S-Bahn nutzen. Nicht auszudenken, wenn es mal irgendwo brenne.

„Sicherheit geht vor“, sagt SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath. Deshalb unterstütze seine Fraktion alle Maßnahmen der Polizei, in dem Quartier dafür zu sorgen, dass Versorgungsfahrzeuge und Feuerwehr nicht behindert werden. mz