120709Kampfhund2Wilhelmsburg – Von seinem eigenen Hund, einem American Bulldog, ist in einer Wohnung an der Straße Hinter der Dorfkirche ein Mann angefallen worden. Mit letzter Kraft konnte der schwer verletzte Mann flüchten. Er kam mit Notarztbegleitung ins Krankenhaus. Die Polizei musste das Tier erschießen.

Es war ein Streit des Hundebesitzers Theo P. (45) mit seiner Bekannten, der das fast 60 Kilo schwere Tier ausrasten ließ. Der Hund fiel den Mann an, zerfleischte ihm den Arm. Blutend taumelte der aus der Wohnung und sperrte seinen Hund ein. Auch die Frau, die der 45-Jährige erst vor wenigen Wochen kennengelernt haben soll, flüchtete zu Nachbarn. Anrückende Polizisten wollten das Tier zunächst einfangen. Doch schnell war klar: Das Risiko ist viel zu hoch. Der Kampfhund griff sofort an. Er war nicht zu bändigen. Bevor die Beamten zur Waffe griffen, brachten sie noch Nachbarn, darunter kleine Kinder, in Sicherheit. Dann hallten Schüsse durch das Haus. Neun Mal feuerten Polizisten auf das Tier bis sie sicher waren, dass es tot ist.

American Bulldogs sind nicht als Kampfhunde eingestuft. Das Tier wird unter anderem zur Wildschweinjagd eingesetzt. American Bulldogs sind aber auch als Familienhunde beliebt.

Vor zwölf Jahren hatte es in Wilhelmsburg eine tödliche Kampfhund-Attacke gegeben, die bundesweit für Entsetzen sorgte und zur Hundeverordnung führte. Damals war der sechs Jahre alte Volkan auf dem Schulgelände an der Buddestraße von Pitbull „Zeus“ und Staffordshire „Gipsy“ zerfleischt worden. Die beiden Hunde waren von ihrem Halter Ibrahim K., einem damals 23 Jahre alten Kriminellen, zu Kampfmaschinen abgerichtet worden. Der Mann wurde dafür zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Seine Freundin, damals 19 Jahre alt, kam mit einer Bewährungsstrafe davon. zv

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