120628Leiche02Wilstorf - Der Erschossene, der nach Mafia-Art in einem Sack in der Elbe versenkt wurde, ist identifiziert. Es handelt sich um einen 43 Jahre Ulrich S. aus Wilstorf. Die Polizei hat ihn über seine Fingerabdrücke identifiziert. Das

bedeutet: Er wurde in der Vergangenheit bereits schon einmal festgenommen. Das war vor sieben Jahren wegen eines Diebstahls. Ein "kriminelle Karriere" hatte der Mann danach nicht gemacht.

Am Donnerstag vor einer Woche war seine Leiche von einem Angler aus der Norderelbe gezogen worden. Der Tote hatte bereits längere Zeit im Wasser gelegen. Die Obduktion ergab: Der Mann war durch einen Schuss getötet worden. Ihm war ein Rucksack mit Steinen umgeschnallt worden. Wer ihn versenkte wollte, dass er nicht wieder auftaucht.

Das Verbrechen wäre vermutlich sehr lange nicht entdeckt worden. Der 43-Jährige lebte allein, galt als eigenbrötlersich. Niemand hatte ihn als vermisst gemeldet. Seine einzigen Verwandten, zu denen er wenig Kontakt hatte, waren im Urlaub.

Die Mordkommission ermittelt. Bislang gibt es keine konkreten Ansatzpunkte, die zur Aufklärung der Tat führen könnten. So sind unter anderem weder das Motiv noch der Tatort bekannt. Zumindest den Ort, an dem die Leiche ins Wasser geworfen wurde, versucht die Polizei zu ermitteln. Die Strömungsverhältnisse werden dafür ausgewertet. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Mann im Hafen gearbeitet hat. Der Tote war mit entsprechender Arbeitskleidung bekleidet gewesen. zv