120613ZerschellerHeimfeld – Bei den gezielten Sucharbeiten nach Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg ist Mittwochvormittag erneut eine Fliegerbombe entdeckt worden. Diesmal kam es zu keinen größeren Sperrungen. Es handelte

 

sich um einen sogenannten Zerscheller, also dem Teil einer Bombe, in dem kein Zünder steckte.

Nur wenige Meter von dem Punkt, an dem vor genau einer Woche eine 500 Pfund schwere Fliegerbombe mit einem der brisanten Säurezünder entdeckt wurde, stießen die Kampfmittelräumer auf die nächste Bombe. Sprengmeister Peter Bodes und sein Team rückten an. Schnell war klar: Es handelt sich um den Teil einer Bombe. Sie war bei Aufschlag auf Betonboden nicht explodiert, aber in zwei Teile zerrissen worden.

Um feststellen zu können, wie brisant die Bombe ist, setzten die Experten ein Sandstrahlgerät ein, mit dem der Blindgänger gesäubert wurde. Dafür wurden die umliegenden Straßen für Autos und Fußgänger gesperrt. Evakuiert wurde nicht.

Die Entwarnung kam nach wenigen Minuten. In der Spitze der Bombe steckte nur eine Metallspitze ohne Zünder. Der muss im Heck der Bombe gewesen sein. Ob das noch irgendwo liegt, ist unklar. Er kann bereits in Kriegszeiten gefunden und entschärft worden sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass er noch im Boden liegt.

Laut Bodes sind solche Bomben immer noch brisant. Der Sprengstoff ist auch so lange nach dem Krieg noch explosionsfähig. Seine Zusammensetzung ist anders, als die heutiger Sprengstoffe, was ihn noch gefährlicher macht.

Die jetzt gefundene halbe Bombe könnte bei dem Angriff abgeworfen sein, aus dem auch der vergangene Woche gefundene Blindgänger stammt. Beide Bomben stammen aus britischer Produktion. zv

Artikel zum brisanten Blindgänger, der in der Woche zuvor gefunden wurde