090925SprengmeisterHamburg - Es war eine Harburgerin, die in Hamburg den ersten großen Terror-Alarm nach den neuesten Bomben-Drohungen des Netzwerkes Al Kaida auslöste. Sie hatte vergangenen Dienstag im Hauptbahnhof zwei Reisetaschen stehen lassen. "Wir konnten die Frau ermitteln", sagt der Sprecher der Bundespolizei, Rüdiger Carstens. Bei ihr handelt es sich um eine 37 Jahre alte Chinesin, die in Harburg wohnt. Sie hatte sich mit Freunden getroffen. Dann ging man rund um die Mö bummeln. Ihre vor einem Geschäft abgestellten Taschen hatte sie einfach vergessen. So waren auch die Lautsprecherdurchsagen, mit denen nach dem Besitzer des Gepäcks gesucht wurde, erfolglos. "Teile der Wandelhalle mussten für den Personenverkehr gesperrt  und einige Geschäfte geräumt werden", sagt Carstens. "Spezialisten der Bundespolizei durchleuchteten die Gepäckstücke und konnten nach Auswertung der Aufnahmen die Reisetaschen manuell öffnen. Gefährliche Gegenstände wurden bei der anschließenden  Durchsuchung nicht aufgefunden."
Theoretisch könnte die "Schusseligkeit" für die Frau jetzt teuer werden. Geschäfte oder andere Geschädigte könnten zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. (dl)