120503Feuer1Neugraben - Großeinsatz der Feuerwehr an der Cuxhavener Straße. Dort war es am Donnerstag zu einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Mehrere Bewohner waren von Rauch und Flammen eingeschlossen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr retteten die Männer.

Gegen 10.30 Uhr waren bei Feuerwehr und Polizei mehrere Notrufe eingegangen. In dem viergeschossigen Mehrfamilienhaus an der Cuxhavener Straße brannte es. Den anrückenden Feuerwehrmänner wies ein Rauchpilz den Weg. "Als wir ankamen, qualmte das Gebäude aus allen Öffnungen", sagt ein Feuerwehrmann. Bei der Brandwohnung waren bereits die Scheiben geplatzt. Flammen schlugen aus dem Fenster. Der Einsatzleiter gab 2. Alarm. Ein weiterer Zug der Berufsfeuerwehr rückte an.

Im Gebäude war zu dem Zeitpunkt ein Bewohner eingeschlossen. "Wir hatten zu ihm über die Einsatzzentrale telefonischen Kontakt", sagt Feuerwehrsprecher Manfred Stahl. So wussten die eingesetzten Feuerwehrmänner genau, wo sie hin mussten. Vor dem Haus bauten Einsatzkräfte einen sogenannten Sprungbretter, ein Luftkissen auf, in das der Eingeschlossene notfalls aus seiner bereits verqualmten Wohnung springen könnte. Dann wartete der Mann aber gelassen mit einem Feuerwehrmann an einem offenen Dachfenster. Nach seiner Rettung aus dem Haus wurde er wie zwei andere Mieter wegen einer Rauchvergiftung behandelt.

Der Brand selbst war erst nach mehr als einer halben Stunde unter Kontrolle. Zunächst sah es so aus, als wären die Flammen in die Dachkonstruktion gelangt und das Feuer könnte noch einmal durch das Dach brechen. Die Befürchtung bestätigte sich nicht.

Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen. Was zu dem ausgedehnten Wohnungsbrand führte, war zunächst unklar. Vor Ort munkelten Anwohner, dass das Feuer mit einer geplanten Zwangsräumung in Verbindung stehen könnte. "Dafür haben wir bislang keine konkreten Anhaltspunkte", sagt ein Polizist. Vermutlich wurde der Brand beim Zubereiten von Essen ausgelöst. "Wir ermitteln bislang wegen der fahrlässigen schweren Brandstiftung", so der Beamte.

Das Haus ist durch das Feuer unbewohnbar. Für die Unterbringung der 55 gemeldeten Bewohner ist das Bezirksamt zuständig. zv

 

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