090920PK46Harburg - Das Polizeikommissariat 46 ist laut Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine "Geberwache". So werden die beiden Polizeireviere bezeichnet, die im Zuge der Auflösung der Präsenzschichten Beamte an andere Polizeidienststellen abgeben müssen. Erste Vorgespräche sind bereits in der vergangenen Woche am Revier in der Lauterbachstraße geführt worden. neben Harburg ist es noch das Revier an der Oberaltenallee, das als "Geberwache" bezeichnet wird. Auch diese Polizeiwache entstand erst kürzlich aus einer Zusammenlegung. "Nach unserem Kenntnisstand müssen in Harburg zehn Beamte abgeben werden", sagt Joachim Lenders, Landesvorsitzender der DPolG. Diese Beamten sollen auf den Peterwagen an den Wachen eingesetzt werden, die dazu nicht ausreichend Personal haben. "Werden die Pläne umgesetzt, werden die Versprechen, die die Politik gegeben hat, gebrochen", sagt Lenders. "Im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der Polizeikommissariate 46 und 45 war zugesagt worden, dass es keinen Personalabbau geben wird." Lenders geht davon aus, dass sich in Harburg die Sicherheitslage durch die Personalumsetzung verschlechtern wird. "Dazu kommen noch anstehende Pensionierungen, die ebenfalls kompensiert werden müssen", so Lenders. "Wird nicht in vollem Umfang aufgfüllt, wird der Personalverlust in Harburg noch höher ausfallen." Aktuell sind 190 Beamte am Polizeikommissariat 46.
In Harburg war polizeiintern bereits die Abschaffung der Präsenzschicht als schwerer Verlust empfunden worden. Die P-Schicht war an Brennpunkten oder bei Veranstaltungen, wie zuletzt beim Außenmühlenfest, eingesetzt worden.  (zv)