120310MEK1Harburg – Mehrere Stunden hat am Sonnabend ein 26-Jähriger an der Harmsstraße die Polizei in Atem gehalten. Der Tunesier hatte eine Nachbarin (39) bepöbelt und sie geschlagen. Als deren Mann (38) den Täter zur Rede stellen wollte, öffnete der nur kurz die Wohnungstür. Er drohte mit einer Schusswaffe und schloss sich ein. Der 38-Jährige rief die Polizei. Beamte riegelten die Harmsstraße ab. Autoverkehr war in dem Wohngebiet im unmittelbaren Bereich des Einsatzortes nicht mehr möglich. Anwohner mussten in ihren Wohnungen bleiben. Die Polizei befürchtete, dass der 26-Jährige schießt. Dann rückte das Mobile Einsatzkommando an. Die schwer bewaffneten Beamten überwältigten den 26-Jährigen. Der ist offenbar psychisch verwirrt und leistete Widerstand, als er zum Streifenwagen gebracht wurde.
In der Wohnung entdeckten Polizisten die Waffe, mit der er seinen Nachbarn bedroht hatte. Es handelt sich um einen Gasrevolver, der in einem Schuhkarton versteckt war.
Der 26-Jährige wurde später nicht wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Amtsarzt untersuchte den Mann und wies ihn in ein Krankenhaus ein. zv