120301PolHarburg – Minus 2,9 Prozent. Harburg ist der Musterschüler unter den Bezirken, wenn es um die die Kriminalitätsentwicklung geht. Gegen den Trend ist 2011 die Zahl der Straftaten im Süden Hamburgs zurückgegangen. Nur zwei andere Bezirke,

Mitte mit Minus 0,2 Prozent und Eimsbüttel mit Minus 1,1 Prozent, konnten Rückgänge verbuchen. In Bergedorf und Altona nahm die Kriminalität dafür um über sechs Prozent zu.

Positiv: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging um 19,7 Prozent oder 126 Fälle auf 513 Taten zurück. Bei den Autoaufbrüchen verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 27 Prozent auf 1.302 Fälle. 2010 waren es noch 1.784 Taten. Negativ für den Bezirk Harburg: Der eigentliche Stadtteil Harburg, der den Bereich um die Innenstadt mit dem Phoenix-Viertel ausmacht, hat sich weiter negativ entwickelt. Die Zahl der Straftaten nahm leicht zu. In besonders belasteten Deliktsgruppen wie Raub, gefährlicher Körperverletzung oder Rauschgiftdelikten, war der Anstieg in Harburgs City überproportional.

Eine Zunahme der schweren und gefährlichen Körperverletzungen um 20 Prozent, ein Anstieg der Raubüberfälle im öffentlichen Raum um 26,2 Prozent. 66,9 Prozent mehr Rauschgiftkriminalität oder auch eine Zunahme der Sachbeschädigungen um 14,3 Prozent war zu verzeichnen.

Es ist nicht gut, was sich im Stadtteil Harburg tut. Insgesamt wurden in dem Stadtteil vergangenes Jahr 6.614 Straftaten registriert. Zumindest die Aufklärungsquote ist mit 58,2 Prozent weit überproportional. In allen anderen großen Stadtteilen des Bezirks, in denen mehr als 1.000 Straftaten gezählt wurden, sind dagegen Rückgänge bei der Kriminalität zu verzeichnen. Besonders aus Eißendorf, Minus 9,1 Prozent auf 1.472 Taten, und aus Heimfeld, Minus 8 Prozent auf 1.710 Taten, konnten besonders hohe Rückgänge gemeldet werden. Im Stadtteil Neugraben-Fischbek, dort passierten letztes Jahr 2.437 Straftaten, wurde ein Kriminalitätsrückgang von 3,6 Prozent registriert.

Nimmt man Prioritätsbereiche, schneidet Harburg auch nicht mehr so gut ab. Bei der Gewaltkriminalität ist die Zunahme in Harburg, Plus 6,6 Prozent, zum Hamburger Durchschnitt, der bei 2,8 Prozent liegt, überproportional. Das gilt auch für die Schweren Körperverletzungen. Im Bezirk stieg die Zahl der Taten um  6,5 Prozent. Hamburgweit waren es 4,1 Prozent. Gruselig wird es bei den Raubtaten im öffentlichen Raum. Harburg vermeldet eine Steigerung um satte 15,9 Prozent. Hamburgweit waren es lediglich 2,3 Prozent.

Bei den Rauschgiftdelikten wurde Hamburgweit ein Rückgang um 5,5 Prozent gezählt. Im Bezirk Harburg stieg die Zahl der Drogendelikte um 18,5 Prozent an. Steigerungen gab es sowohl bei den Konsumentendelikten, wie auch beim Handel und Schmuggel von Rauschgift. zv