120124ChantalWilhelmsburg - Erneute Durchsuchung bei den Pflegeeltern von Chantal (Foto), die am 16. Januar an einer Überdosis Methadon starb. Immer ist noch unklar, wie das Kind an die tödliche Dosis der Ersatzdroge kam. Die Durchsuchung dürfte auch Reaktion auf die vielen Gerüchte und Behauptungen Dritter sein. „ Die Ermittler wissen nicht mehr was sie glauben können und was nicht“, so ein Beamter. Bei der Aktion war auch ein Staatsanwalt dabei. Gleichzeitig wurden der Arbeitsplatz von Pflegevater Wolfgang A. (51) und die Wohnung der leiblichen Tochter (27) von Pflegemutter Sylvia L. (47) durchsucht. Die Pflegeeltern selbst wurden erneut im Polizeipräsidium vernommen. Ihnen wurden auch Haar-, Blut- und Urinproben abgenommen. Das Ziel ist eindeutig. Die Mordkommission will Klarheit ob etwas an den hartnäckigen Gerüchten über Drogenkonsum in der Pflegefamilie dran ist. Im Haar kann Rauschgift noch über lange Zeit nachgewiesen werden. Es setzt sich vergleichbar mit Jahresringen im Haar ab. Dabei kann nicht nur der Konsum, sondern auch die Art der Drogen bestimmt werden. Auch die Einnahme von Methadon ist nachweisbar. Die Pflegeeltern konnten später wieder in ihre Wohnung zurückkehren, in der sie mit zwei leiblichen Kindern, einer achtjährigen Pflegetochter, die gleichzeitig die Enkelin der Pflegemutter ist, und drei Hunden leben. Unklar ist die Rolle ihrer in einer eigenen Wohnung lebenden 27-jährigen Tochter von Sylvia L.: Sie  hatte in Spanien in Haft gesessen , nachdem sie am Flughafen Madirid beim Kokainschmuggel erwischt wurde. zv