SireneCranz - Das war Sturmflut andersrum. Nicht von der Elbe, von der Este ging in der Nacht zum Freitag Überflutungsgefahr aus. Die Situation war so kritisch, dass der regionale Katastrophendienststab im

 

Rathaus unter Leiter von Bezirksamtsleiter Thomas Völsch zusammentrat. Das war passiert: Wegen des Sturms lief bei Ebbe das Wasser in der Elbe nicht richtig ab. So konnte das Estesperrwerk nicht geöffnet werden, damit das Wasser aus der Este abfloss. Die war wegen des Dauerregens der letzten Tage prallvoll.

Eine vergleichbare Situation gab es mit der Doveelbe im Bezirk Bergedorf. "Die Sturmflutwarnung wurde ausgesprochen, weil das Wasser der Este nicht in die hochwasserführende Elbe ablaufen konnte. Dadurch bestand die Gefahr der Überschwemmung von Grundstücken im Bereich der Este", sagt Beatrice Göring vom Bezirksamt Harburg. Die Menschen in dem betroffenen Gebiet wurden durch Lautsprecherdurchsagen der Warnfahrzeuge gewarnt. Zusätzlich wurde ein Sandsackdepot geöffnet und die Sandsäcke an der Freiwilligen Feuerwehr in Cranz ausgegeben, damit sich von Überflutung bedrohte Hausbewohner schützen konnten.

Der Höchstpegelstand der Este wurde um 2 Uhr erreicht. Seitdem sinkt der Wasserstand wieder. Um 4 Uhr wurde das Este-Sperrwerk zur Entlastung geöffnet als der Wasserstand der Elbe dies zuließ.
Kurz hinter der Landesgrenze traf es die Anwohner der Este dicker. Dort schwappte das Wasser über die Ufer und überflutete Keller. zv