120101Silvestermuell2Harburg - Ein vier Jahre alter Junge ist am Silvesterabend mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus Mariahilf eingeliefert worden. Dem Jungen war  ein Leuchtfeuer in den Kragen geworfen worden. Lebensgefahr besteht für das Kind nicht. Vermutlich

ist es Opfer eines tragischen Unfalls geworden.
Es sind schwere Verbrennungen am Hals und Oberkörper, den der kleine Djego erlitt.

Das Kind wurde unter Notarztbegleitung vom Krankenhaus Mariahilf ins Krankenhaus Wilhelmstift verlegt. Zunächst hatte der Fall Fragen aufgeworfen. Die Polizei war davon ausgegangen, dass sich der Fall in Hamburg ereignete. Die Eltern des Kindes wurden nicht erreicht. Beamte begannen mit Ermittlungen. Später erfuhr die Polizei: Der Vorfall ereignete sich in Maschen und es war ein Unfall.

Der Junge war dabei gewesen, als auf der Straße geknallt wurde. Dabei warfen Umstehende auch Leuchtfeuer in die Luft. Eines flog dem Kind in den Jackenkragen. Es gab zunächst verschiedene Aussagen, die einen Erwachsenen und in einem anderen Fall einen Jugendlichen als "Werfer" identifizieren. Von einer vorsätzlichen Tat geht die Polizei nicht aus.

Südlich der Elbe hatten Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun. Es gab mehrere Brände, die durch Feuerwerk ausgelöst wurden. In Wilhelmsburg war die Feuerwehr mehrfach am Karl-Arnold-Ring und an der Georg-Wilhelm-Straße im Einsatz. "Größere Einsätze ereigneten sich indem Bereich aber nicht", sagt Hendrik Frese von der Feuerwehr Hamburg.

Die Knallerei in der Silvesternacht nutzten in Moorburg unbekannte Täter, um an Geld und Zigaretten zu kommen. Sie sprengten am Fürstenmoor einen Automaten auf. Ein weiterer Zigarettenautomat wurde an der Neuenfelder Straße in Wilhelmsburg gesprengt. In beiden Fällen ermittelt die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes.

Neben Feuerwehr und Polizei war auch das DRK-Harburg im Großeinsatz. "Unsere Rettungskräfte mussten zu 41 Notfalleinsätzen in der Silvesternacht ausrücken. Dafür war das DRK in der ersten Nacht des Jahres mit zwei Notarzt- und sieben Rettungswagen präsent", sagt Harald Krüger, Geschäftsführer des DRK-Harburg. "Mehrmals waren Augen- und Gesichtsverletzungen zu versorgen." Die Harburger waren nicht nur in Harburg im Einsatz. Auch in der Zentralambulanz im Rahmen des Kriseninterventionsteams oder der Notfallpflege arbeiteten Mitarbeiter in der Silvesternacht.

Am Neujahrsmorgen kam die Stunde der Stadtreinigung. Rund um den Hamburger Ring in der Lämmertwiete oder an vielen anderen Stellen zeugten große Mengen von Knallkörperresten, die beseitigt werden mussten, von der lautstarken Begrüßung des neuen Jahres.  zv