111215Malheur1Finkenwerder - Das war echt ein großes Malheur. Auf dem Weg von der Neuenfelder Maschinenfabrik zum Schiffsanleger bei Airbus ist ein 146 Tonnen schweres Kranteil von dem Auflieger gerutscht. Ein Begleitfahrzeug wurde getroffen. Glück in Unglück: Der Fahrer des Begleitfahrzeugs, Thomas B. (48) , war gerade ausgestiegen. "Ich wollte die Ampel überprüfen, als es hinter mir krachte." Als er sich umdrehte, sah er, dass er nur knapp dem Tod entkommen war. Das Kranteil hatte sein Fahrzeug auf der Fahrerseite getroffen und eingedrückt, niemand wurde verletzt.

 

Die Bergung entpuppte sich als schwierig. Drei Telekräne mussten eingesetzt werden, um das Teil zu bergen. Dann sollte es zurück zu der Maschinenfabrik gehen, die auf dem Gelände der Sietas-Werft liegt. Das Unternehmen ist ein Spezialhersteller für Schiffskräne. Ursprünglich sollte das Kranteil per Ponton über die Elbe transportiert werden.

Der Verkehr konnte am Morgen noch im Blockverkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Dann war der Neßdeich komplett gesperrt. "Wir gehen davon aus, dass die Bergung bis 22 Uhr dauert", hieß es am Donnerstagmittag. Tatsächlich dauerte es bis 5 Uhr morgens, bis alle Sperrungen wieder aufgehoben wurden. Am Wochenende wird es voraussichtlich noch einmal zu Behinderungen kommen. Dann soll die bei dem Unfall beschädigte Asphaltdecke geflickt werden. zv

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