110308hvvHarburg - Mit Pilotprojekten kennt sich Harburg bestens aus. Im März diesen Jahres wurde mit "Einstieg vorn" ein neues Fahrkartenprüfsystem ausprobiert, dass ab 2012 auf das gesamte HVV-Gebiet ausgedehnt wird.

Das Ziel: Die Schwarzfahrerquote zu senken. Nun ist mit der elektronische Fahrkarte, das nächste Pilotprojekt am Zug.

Ab heute, den 23. November, bietet der Verkehrsbetrieb den Fahrgästen im Bezirk und Landkreis Harburg die elektronische Kundenkarten an. Diese ermöglicht ab dem 1. Dezember den bargeldlosen Kauf von Einzel- und Tageskarten für das gesamte HVV-Gebiet. Der Preis für das Angebot "Vorteil 25" soll laut HVV unter dem einer normalen Karte liegen. Der Inhaber der neuen Karte erhält gegen Zahlung eines Grundbetrages von 10 Euro auf jede gekaufte Karte einen Preissnachlass von 25 Prozent. Damit möchte der HVV den Fahrgästen das neue System, das den modernen Namen E-Ticketing trägt, schmackhaft machen.

Zusätzlich eingebunden in das Projekt sind die Schienenstrecken zum Hauptbahnhof und bis Buxtehude. Für den stressfreien Ablauf wurden Fahrkartenautomaten an den entsprechenden Bahnhöfen und Buslinien im Projektgebiet mit Kartenlesegeräten ausgestattet. Der Erwerb der Karte funktioniert wie folgt: Über das Internet (www.hvv.de) meldet man sich mit Name, Anschrift und einem Lichtbild an oder füllt bei den Servicestellen einen Antrag aus und bekommt die Karte mit Lichtbild per Post zugeschickt.

 

Andreas Rieckhoff, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, ist von dem Pilotprojekt überzeugt und sagt: "Wir freuen uns, dass wir mit diesem innovativen Projekt im Hamburger Verkehrsverbund starten können. Mit der neuen Karten und dem neuen Tarifangebot wird die Nutzung von Bus und Bahn wieder ein Stück attraktiver." Als Grund dafür, warum das Projekt in Harburg durchgeführt wird, führt der HVV das gute Verkehrsangebot mit dem hohen Fahrgastpotenzial an. Von den 400.000 Menschen könnten etwa 5.000 Gelegenheitsnutzer vom neuen E-Ticket profitieren, so der Verkehrsbetrieb.

Lutz Aigner, Geschäftsführer des HVV, plant das Angebot auszubauen: "Mittelfristig werden unsere Kundinnen und Kunden alle Tarifangebote nutzen und von Kindesbeinen bis ins hohe Alter mit ein und der selben Karten mobil sein können." Die Kosten für das Pilotprojekt belaufen sich auf rund 4,3 Millionen Euro. (pw)