111120GloiaDBinnenhafen - Tauchereinsatz der Feuerwehr im Überwinterungshafen. Zeugen hatten gesehen, wie neben der "Gloria D." ein Kutter unterging. Die zum Tauchboot umgebaute "Saparua" hatte an den Dalben gelegen, an denen

auch die "Gloria D." festgemacht ist. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war von dem etwa zwölf Meter langen Kutter nichts mehr zu sehen. Nur der Geruch von Diesel und einige treibende Holzteile zeugten von dem Untergang. Ein Taucher suchte das auf Grund liegende Schiff ab. Zunächst war befürchtet worden, das der Besitzer mit untergegangen war. Der konnte jedoch später telefonisch erreicht werden.

Die Feuerwehr legte um die Unglücksstelle Ölschlengel aus. Jetzt muss ein Bergungsunternehmen den alten Kutter wieder an die Wasseroberfläche holen. Die Unglücksursache ist unklar. Angeblich soll dem ehemaligen Kutter erst kürzlich erneut die "Schwimmfähigkeit" attestiert worden sein. Es ist nicht der erste Untergang der "Saparua", laut früherem Eigner, der den 22 Tonnen schweren Kutter vor rund drei Jahren verkaufte, ging das nach einer indonesischen Insel benannte Schiff vor knapp zehn Jahren in der Trave unter. Sie war damals gehoben und schnell wieder flott gemacht worden. Warum die "Saparua" jetzt unterging, muss die Wasserschutzpolizei ermitteln.

Der jetzige Eigner des Bootes gehört zu der zweiköpfigen Crew, die die Motoren der "Gloria D." wieder zum Laufen bringen wollen. Das ehemalige Bäderschiff soll dann von seinem Liegeplatz verschwinden, an dem es seit gut fünf Jahren vor sich hin rostet. Nachbarn berichten, dass das Schiff verkauft wurde und die neuen Eigentümer es verschrotten wollen. zv