111031SPDBueroHarburg - Es waren mit rosa Farbe gefüllte Farbgläser, die vermutlich am Wochenende gegen das Kreisbüro der SPD in der Julius-Ludowieg-Straße flogen und die Fassade des Herbert-Wehner-Hauses ramponierten. Entdeckt wurde

der Farbanschlag am Montagmorgen von einem Parteimitglied, das die Polizei rief.

Das Motiv ist klar. "Schreiber abschreiben" und "Mietenwahnsinn stoppen" schrieben die Täter in schwarzer Farbe mit Hilfe von Schablonen auf die Fassade. SPD-Kreischef Frank Richter kann die Tat nicht nachvollziehen. "Gerade die SPD ist die Partei, die ein großes Wohnungsbauprogramm umsetzt", sagt er.

Die Kritik an dem Leiter des Bezirksamtes Hamburg Mitte, Markus Schreiber, der genervt von Obdachlosen einen Zaun aufstellte, um sie von ihrem Schlafplatz zu vertreiben, kann er zwar verstehen. Es gebe in der Sache verschiedene Standpunkte. Man sei aber mit dem runden Tisch auf einem guten Weg gute Lösungen zu finden.

In Sachen des Farbanschlags ermittelt die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes. Die Täter werden in der örtlichen linken Szene vermutet. Die Tat wird als Aktion im Vorfeld der für den kommenden Sonntag angemeldeten Demonstration in Hamburg gewertet, in der nach Einschätzung des Anmelders bis zu 1.800 Menschen kommen werden, um gegen Schreiber zu protestieren.
Es ist der zweite Anschlag auf die Hamburger SPD-Zentrale innerhalb von zwei Jahren. Im Juni 2010 wurde die Fassade des Herbert-Wehner-Hauses schon einmal verunstaltet. zv

 

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