110818NeumannHarburgKATWARN heißt das System, das für Bewohner von Harburg, Süderelbe und Wilhelmsburg besonders interessant sein dürfte. Denn im Fall einer Katastrophe soll das vom Fraunhofer-Institut entwickelte System schnell und umfassend

per SMS warnen. Das wird auch bei drohenden Sturmfluten so sein.

Andere Szenarien sind anrückende Unwetterfronten oder Unfälle und Brände. Dann könnten neben der Warnung auch praktische Tipps für das richtige Verhalten mitgeschickt werden. Außerdem könnten erste Meldungen ergänzt oder Entwarnungen per SMS kommuniziert werden.

„KATWARN soll nicht die bestehenden System ersetzen, sondern ergänzen“, sagt Innensenator Michael Neumann. Den Alarm über 140 Sirenen oder Radiodurchsagen wird es im Notfall auch in Zukunft geben. Neumann: „Wir haben aber so die Möglichkeit Menschen in einem oder mehreren Postleitzahlenbereichen zielgenau zu informieren.“ Zudem können man besser Menschen erreichen, die nicht hören können.

Was nicht so doll ist: Per Telefonnummer kann man nur eine Postleitzahl eingeben, in deren Bereich man dann gewarnt wird. Technisch wäre es zwar möglich Handys in einem gefährdeten Gebiet zu erfassen und ihnen dann die Meldung zuzuschicken. Das würde aber laut Dr. Wolfgang Deiters vom Fraunhofer-Institut nicht mit den Datenschutzrichtlinien in Einklang zu bringen sein.

Wer den kostenlosen Dienst haben möchte: Es ist ganz einfach. Man muss nur eine SMS an die Nummer 0163-755 88 42 schicken. Darin enthalten muss das Stichwort „KATWARN“ sein und die Postleitzahl, für deren Gebiet die Warnung gelten soll. Nach zwei Minuten gibt es per SMS die Bestätigung.
Das Beste: Der Service ist kostenlos. zv