110629blindgWilhelmsburg - Die „Zicken-Bombe“ vom Rotenhäuser Damm ist entschärft. In nur 16 Minuten machten die Sprengmeister die 500 Pfund schwere amerikanische Minenbombe unschädlich. Es war eine „Bilderbuchaktion“.

Schon die Evakuierung, die um 12 Uhr begonnen hatte und ein Gebiet betraf, in dem rund 7000 Menschen gemeldet sind, lief wie am Schnürchen. „Die betroffenen Anwohner hatten sich offensichtlich darauf vorbereitet“, sagt Feuerwehrsprecher Hendrik Frese.

Das DRK-Harburg, welches mit 20 Fahrzeugen und 50 Mitarbeitern im Einsatz war, brachte gehbehinderte und bettlägerige Anwohner in Sicherheit. Wie schon am Montag, als etwa 180 Personen transportiert wurden, richteten die Einsatzkräfte an der Dratelnstraße eine Sammelstelle ein.
Um 15.58 Uhr konnte die Aktion beginnen. Damit war man gut in der Zeit. Schon acht Minuten später war die Bombe aus dem Schacht gehoben und abgelegt worden. Die eigentliche Entschärfung begann. „Es war schon eine große Erleichterung, als sich die Bombe aus dem Grund löste“, sagt Sprengmeister Peter Bodes. „Das war ja das eigentliche Problem, das wir hatten.

Die Entschärfung selbst verlief ungewöhnlich schnell in 16 Minuten. „Die Minenbombe hatte keinen zweiten Aufschlagzünder“, so Bodes. „Die Entschärfung an sich war relativ unproblematisch.“ Dann wurde die Bombe verladen und abtransportiert. „Wir werden sie zwischenlagern und dann vernichten lassen“, sagt Bodes.


Verkehrsmäßig wurde es wegen der Sperrung der Wilhelmsburger Reichsstraße zäh. Richtung Süden standen die Autos über die Elbbrücken zurück bis zum Anckelmannplatz. Auf der A1 gab es ebenfalls Stau da diese als Ausweichstrecke genutzt wurde. Gegen 17.30 Uhr normalisierte sich der Verkehr langsam wieder. zv