110526TunnelHarburg - Mit zwölf Maßnahmen will die Behörde aus dem Schmuddel-Tunnel, der die Seevepassage mit der Fußgängerzone verbindet, in eine tolle Unterführung verwandeln. Dazu gehören der Abriss der Betonballustraden, die durch

transparente Geländer ersetzt werden. Die Beete, die Rampen und Treppen trennen, sollen verschwinden. Unterhalb des Gloria-Gebäudes soll "entrümpelt" werden.

Die Vision eines Behördenmitarbeiters: An Tischen kann man dort herrlich frühstücken. Die lange leerstehenden und verrammelten Läden sollen verschwinden. Stattdessen soll es eine Glaswand geben, die eine gerade Linienführung mit sich bringt. Die dicken Säulen, jetzt mit einer Werbefläche ummantelt sollen durch den Verzicht der Plakatträger wieder schlanker werden. Nur hinten rechts, kurz vor dem Ausgang der zur Seevepassage, kann sich die Behörde ein Restaurant vorstellen.

Beleuchtet werden soll der Tunnel durch einen "Lichtkünstler". Die klare, helle Konzeption soll auch eine "soziale Kontrolle" mit sich bringen. Genau in diese Kerbe hat auch Ronald Preuß von der GAL, der aus der Erfahrung den Tunnel als Vandalismus-Eldorado sieht und das auch für die Zukunft befürchtet.

Kleiner Haken an der Planung: Die Behörde hat keine Ahnung, was das kosten wird. Woher das Geld kommt, ist auch noch unklar. Sicher ist aber, dass es selbst bei der Umsetzung eine enorme Breite von Möglichkeiten gibt. Von "edel bis low cost", wie es der Referent formulierte.