110306VU01Heimfeld - Es war das blutigste Wochenende auf Harburgs Straßen seit langer Zeit. Bei zwei Verkehrsunfällen sind in der Nacht zum Sonnabend und Sonntag insgesamt sieben Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Dramatische Szenen spielten sich am Moorburger Bogen ab.

Dort hatte ein 22-Jähriger aus Neuwiedenthal in einer leichten Kurve die Kontrolle über seinen Mercedes verloren. Der Wagen, in dem sein kleiner Bruder (12) und zwei Männer saßen, schleuderte von der Fahrbahn. Das Fahrzeug prallte gegen einen Baum, riss einen Laternenmast aus dem Boden und prallte mit der Fahrerseite gegen einen zweiten Baum. Als zuerst die Polizei eintraf, waren noch drei Insassen eingeklemmt. Nur der Zwölfjährige, welcher leichte Verletzungen erlitt, konnte aus dem Fahrzeug geholt werden.

Auch Beifahrer Waldemar H. (51) konnte schnell gerettet werden. Joachim Behnke, Einsatzleiter der Feuerwehr: „Zwei der Personen waren dagegen schwerst eingeklemmt.“ Über eine Stunde brauchten die Einsatzkräfte, darunter mehrere Notärzte, um zunächst Viktor S. (26) aus dem Fahrzeug zu schneiden. Wegen der Kälte setzte die Feuerwehr einen Lichtmast ein, um die Verletzten durch die Hitze der Lampen zu wärmen. Danach konnte Fahrer Igor S. gerettet werden. Es besteht der Verdacht, dass er zum Unfallzeitpunkt angetrunken war. Die Polizei ordnete eine Blutprobenentnahme an.


Bereits in der Nacht zum Sonnabend war Jakob A. (29) auf der Stader Straße mit seinem Pontiac Firebird in den Gegenverkehr geraten und frontal in einen Tankwagen gerast. Der Firebird schleuderte gegen einen Baum und zurück auf die Straße gegen einen Opel Astra. Feuerwehrleute mussten den Tankwagenfahrer (52) aus dem Führerhaus schneiden. Der Mann hatte Kopfverletzungen erlitten. Auch die Fahrerin (43) des Opels wurde verletzt. Unfallfahrer Jakob A., der in Harburg wohnt, kam mit Prellungen und einem Beinbruch ins Krankenhaus. Der halbvolle Tank des Lasters blieb bei dem Unfall unbeschädigt. zv

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