110226AutobrandHarburg - Monatelang war Harburg von Autobränden verschont geblieben. In der Nacht zum Sonnabend stand an der Maretstraße ein Opel Astra in Flammen. Das Feuer griff auf einen daneben stehenden Chevrolet

 

und einen kleinen Anhänger über. Ein weiteres Fahrzeug wurde beschädigt. Eine Anwohnerin hatte noch einen Person weg torkeln sehen, der möglicherweise verletzt wurde. Mittlerweile ermittelt die Kripo gegen die Halterin (36) des Opels.


Es war kurz nach 1 Uhr, als Anwohnerin Hannelore Wischmann einen Knall wie eine Explosion hörte. Dann sah sie aus ihrer Wohnung auf dem großen Parkplatz an der Maretstraße, dessen Zufahrt gleich gegenüber des DRK liegt, zunächst den Opel brennen. Die Frau schildert (Video), wie von dem Fahrzeug eine Person scheinbar verletzt weg torkelte. Sie rief Polizei und Feuerwehr. Weitere Zeugen konnten zusätzliche Tipps geben. Sie hatten gesehen wie die Person, eine Frau, in ein Auto zustieg und weggefahren wurde. Sie hatten sich das Kennzeichen gemerkt.

Als die Einsatzkräfte der Wache Großmoorbogen und der FF Rönneburg, sowie ein Notarzt am Brandort eintrafen, stand der Opel Astra bereits lichterloh in Flammen. Das Feuer griff auf einen daneben stehenden Kleinwagen und einen Anhänger über. Das Auto der Zeugin, dass neben den Chevrolet stand, wurde durch die Hitze beschädigt. Laut Feuerwehr hatte es keine Explosion gegeben. Vermutlich waren es platzende Reifen oder berstende Scheiben, die den Knall verursacht hatten.

Während die Löscharbeiten liefe, überprüften Polizisten den Besitzer des Autos, in das die Frau gestiegen war. Der Mann (37), der ganz in der Nähe des Brandortes wohnt, gab zu, dass es sich um Halterin des brennenden Opel Astras handelte. Die Frau wurde in ihrer Wohnung angetroffen. "Sie hatte im Gesicht leichte Verletzungen und Rußanhaftungen, stritt aber die Beteiligung an der Brandstiftung ab", sagt Hauptkommissarin Ulrike Sweden. Die Polizei glaubt ihr nicht. "Ihre Schuhe, die stark nach Brandbeschleuniger rochen, wurden sichergestellt, die Beschuldigte vorläufig festgenommen und zum PK 46 gebracht", so Sweden. Dort war die Frau bereits kurz vorher gewesen. Sie hatte am Tag vor der Brandstiftung ihren Opel als gestohlen gemeldet. In dem Wagen sollen auch zehn Nähmaschinen, Wert rund 4000 Euro, gewesen sein.

Pikant: Die Frau wohnt in der Würfelstraße, in der Ende Oktober mehrere Autos gebrannt hatten. Die Flammen waren auch damals von einem angesteckten Fahrzeug auf daneben abgestellte Autos übergesprungen. Am Tatort wurde ein Benzinkanister und ein Hammer sichergestellt. Auch damals hatten Zeugen eine Person vom Brandort weglaufen sehen. Dabei hatte sie ihre brennende Kleidung ausgeschlagen. Ob die Frau auch etwas mit der Brandstiftung zu tun hatte oder ob sie sich möglicherweise "inspirieren" ließ, sollen die Ermittlungen klären.  zv

hier der ältere Artikel :

http://harburg-aktuell.de/news/kurzmeldungen/1729-wilstorf-autobrandstifter-stand-selbst-in-flammen.html

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