110204VU1Harburg – Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A 253 hat Freitagnachmittag für chaotische Zustände auf den Straßen in Harburg und Wilhelmsburg gesorgt. Ein Lastwagen hatte in Höhe der

Süderelbbrücke die Leitplanke der Stadtautobahn durchbrochen und auf der Gegenspur einen Lastzug gerammt. Die Stadtautobahn musste in beide Richtungen voll gesperrt werden.


Es war kurz vor 13 Uhr, als der Unfall passierte. Nach Erkenntnissen der Polizei hatte der Fahrer (34) die Handbremse gezogen. Das Fahrzeug, das in Richtung Hamburg unterwegs war, war darauf hin ausgebrochen und hatte auf einer Länge von etwa 20 Metern die Leitplanke aus dem Boden gerissen.

Erst auf der Gegenspur kam der Laster nach der Kollision mit einem weiteren Lastzug zum Stehen. Als die Feuerwehr eintraf, saß der Fahrer eingeklemmt im Führerhaus. Mit schwerem Gerät wurde der Mann befreit. Er kam ins Krankenhaus. „Die Verletzungen sind eher leicht“, sagt ein Beamter.

Völlig unklar ist, warum der Mann die Handbremse zog. Ermittler des Unfalldienstes wollen ihn vernehmen.

Auf den Straßen rund um die Unfallstelle ging nichts mehr. Bis in den Nachmittag war die Stadtautobahn im Verlauf der Reichsstraße voll, später weiter in Richtung Süden gesperrt. Mit einem Schweißgerät mussten Feuerwehrmänner die Leitplanke zerlegen, welche sich unter dem Lastwagen verkeilt hatte. Bis in die Abendstunden war je Richtung dann nur ein Fahrstreifen frei.


„Schlechter hätte es uns kaum treffen können“, so ein Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale der Polizei. Freitag setzt der Feierabendverkehr immer recht früh ein. Auch sind an diesem Tag besonders viele Pendler unterwegs. „Dazu kam das schlechte Wetter, das zusammen mit dem hohen Verkehrsaufkommen auch so schon für Probleme gesorgt hatte“, so ein Beamter. So standen die Fahrzeuge bis in die Hamburger Innenstadt zurück. Auch auf der A7, die viele Autofahrer als Ausweichstrecke nahmen, kam es zu Behinderungen. zv

 

110204VU5 110204VU3 110204VU2 110204VU4 110204VU1