101101KreuzHarburg - Matthias A. (28), der im Juni vergangenen Jahres an der Bremer Straße den 22 Jahre alten Pascal erstochen hat, ist wegen seiner psychischen Störung nicht schuldfähig. Die Richter des Landgerichts wiesen den Mann in eine geschlossene

Psychiatrie ein. Matthias A. hatte die Tat zugegeben. Er sagte aus, dass er sich bedroht gefühlt und in Notwehr gehandelt hätte.

Opfer Pascal war mit Freunden bei der Ackerfete gewesen. Auf dem Heimweg hatte der Täter zunächst die Freundin (21) des jungen Mannes belästigt. Als Pascal dazwischen ging, wurde er von dem Mann angegriffen. Mehrfach stach Matthias A. auf den 22-Jährigen ein. Der erlitt einen Stich ins Herz und verblutete auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der Messerstecher war kurz nach der Tat in der Wohnung seiner Eltern, nur wenige Meter vom Tatort entfernt, festgenommen worden. Für Wut hatte gesorgt, dass der Totstecher bereits einschlägig bekannt war. Wegen weit mehr als einem Dutzend Straftaten wurde bereits gegen ihn ermittelt. Darunter waren acht Körperverletzungen. In derselben Straße hatte Matthias A. schon einmal einen Menschen niedergestochen. Das Verfahren war ausgesetzt worden, weil erst ein Gutachten über seinen Geisteszustand abgewartet werden sollte.

Artikel vom 23. Juni 2010