101221TestfahrtHarburg – Im Ernstfall ist es im Phoenix-Viertel eng. Oft zu eng für die großen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Falschparker werden, wenn es um Sekunden geht, zu Hindernissen die nicht oder nur schwer zu umfahren sind. Dienstagabend machten

 

 

Feuerwehr und Polizei den Test. Mit der Drehleiter ging es in das Wohngebiet. „Das Viertel ist eng bebaut. Es gibt viele Fahrzeuge, aber nur wenig Parkraum“, umreißt Kommissar Marco Burmester das Problem. „Uns geht es darum, dass die Rettungswege eingehalten werden.“

Dass das nicht der Fall ist, merkt die Besatzung der Drehleiter schnell. In der Eddelbüttelstraße verhindert ein falsch geparkter Jaguar, dass das große Fahrzeug abbiegen kann. Der Besitzer des Autos ist schnell da, er wohnt dort. Der Mann gibt sich einsichtig und halb unschuldig. Er hätte wegen des Schnees nicht erkennen können, dass die Hälfte seines Autos außerhalb des zugelassenen Parkraums steht. Er kommt mit einer Verwarnung davon. „Der Einsatz hat präventiven Charakter“ sagt Burmester. Man suche das Gespräch mit den Anwohnern und hofft auf Einsicht.

In drei Fällen kommt es nicht so weit. Dafür kommt der Mann vom hiesigen Abschleppunternehmen zum Zug, er nimmt die Fahrzeuge auf den Haken.
„Neben den drei Abschleppvorgängen haben wir sieben Ordnungswidrigkeiten angezeigt“, sagt Burmester. Es ist ein erfreulich mageres Ergebnis, an den meisten Tagen wird in dem Viertel wilder geparkt. Es dürften die schneeglatten Straßen sein, die die Autofahrer zur Einsicht bewegen. Vermutlich wollen sie nicht riskieren, dass ihr Fahrzeug angefahren wird, wenn es behindernd steht.


„Für uns sind solche Falschparker ein großes Problem“, sagt Martin Schneider von der Feuerwehr. "Im Notfall können wir den Wagen höchstens zur Seite heben. Das kann nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch Menschenleben kosten.“
Deshalb will die Polizei auch nicht locker lassen. Burmester kündigt an: „Wir werden so einen Schwerpunkteinsatz mehrfach wiederholen.“ zv

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