090725Radar1Harburg - Im letzten Moment vor der „Radarfalle“ abbremsen. Das rettete vielen flotten Autofahrern den Führerschein. Denn die alten Geräte haben ein Messfeld von 15 Metern. Da konnte man noch rechtzeitig einen Blitzkasten erkennen oder

in die Bremsen steigen, wenn es den Vordermann erwischt hatte. Damit ist Schluss. Harburgs Verkehrsstaffel hat eine neue „Geheimwaffe“ im Kampf gegen Raser. „Poliscanspeed“ heißt das Gerät, dass mit Lasertechnik Autos misst. Dabei werden die Fahrzeuge schon 70 Meter vor dem Gerät erfasst und auf einer Strecke über 40 Metern verfolgt. Automatisch pickt sich das Gerät dann das schnellste Auto heraus. Erst zehn Meter vor dem Gerät, wenn der Messvorgang längst beendet ist, löst der Blitz aus. Der ist extrem stark. Der Vorteil für die Polizei. Sie kann jetzt auch breite Straßen mit mehr als zwei Fahrstreifen lückenlos überwachen. Das war bislang nicht möglich, weil der Blitz der Vorgängergeräte nicht stark genug war, um bis zum dritten Fahrstreifen zu reichen.

Haupteinsatzgebiet der neuen mobilen Blitzanlage, die als eine Art „Abfallprodukt“ von der Wiesbadener Firma Vitronic, dem Hersteller der Mautbrücken auf den Autobahnen, entwickelt wurde, werden die Haupteinfall- und Ausfallstraßen wie die Wilhelmsburger Reichsstraße, die Stader Straße, die Bremer und Winsener Straße oder die Autobahnen sein. Dort kann das Gerät sogar in lang gezogenen Kurven eingesetzt werden. Vor allem ist es möglich stundenlang an einer Stelle zu messen. Der aufwendige Filmwechsel entfällt. Die Fotos und alle Daten werden digital aufgenommen. (zv)

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