101213GlattHarburg - Da hat sich Frau Holle so richtig ausgetobt. Sie schüttelte über Harburg innerhalb von zwei Stunden vier Zentimeter Schnee aus ihren Kissen. Der Verkehr brach zusammen. Schon vor kleinen Steigungen blieben Lastwagen und

vor allem Busse liegen.

An der Schwarzenbergstraße war für die Fahrgäste der dort fahrenden Linie die Fahrt beendet. Den Fahrern war die Strecke zu riskant. Vor dem Marktkaufcenter, an der Brücke des 17. Juni, der Köhlbrandbrücke oder an der Hannoverschen Straße blieben Laster mit durchdrehenden Reifen liegen. "Bei solchen Fahrzeugen ist bei einer geschlossenen Schneedecke auch schnell Schluss, wenn sie die vorgeschriebene Winterbereifung haben", sagt Matthias Schmitting vom ADAC-Hansa.

Die Stadtreinigung war, wie deren Sprecher André Möller versicherte, "mit der ersten Schneeflocke draußen". Bis alle Straßen abgestreut sind, vergehen aber gut dreieinhalb Stunden. So rutschten viele Autofahrer im Schneckentempo in den Feierabend. An vielen Stellen gab es Verkehrsunfälle. An der Otto-Brenner-Straße wurden zwei Menschen verletzt, als sie mit ihren Autos zusammen stießen.

Ansonsten blieb es laut Polizei zumeist bei Blechschäden. Ein Fußmarsch war nicht unbedingt die bessere Wahl. "Wir mussten zu vielen glättebedingten Straßenunfällen ausrücken", sagt ein Feuerwehrmann aus der Einsatzzentrale. Rettungswagen brachten Fußgänger ins Krankenhaus, die auf spiegelglatten Wegen gestürzt waren. zv

 

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