HeiseFrankMartinHarburg - Er ist mit 42 Jahren nicht nur jüngster Chef der Wasserschutzpolizei. Er kommt auch von der Kripo. Mit Frank-Martin Heise hat die Hamburger Wasserschutzpolizei damit eine echte "Landratte"

auf der Brücke in der Wilstorfer Straße. Dort, so Heise, wird der Stab der Wasserschutzpolizei auch in Zukunft bleiben. Einzelne Dienststellen könnten jedoch in Richtung Hafen verschwinden. Das Wasserschutzrevier 2 in Steinwerder wird der Hafenerweiterung weichen müssen. Der Travehafen soll zugeschüttet, die Fläche als Containerterminal genutzt werden. Am Afrikahöft wird neu gebaut. 2013, so die Prognose von Heise, wird die Wasserschutzpolizei dort ein neues Gebäude haben, in dem einige Dienststellen zusammengeführt werden.

Der ganz große Wurf wird es nicht. Es ist ein Ersatzbau für den keine Steuergelder gezahlt werden sollen. "Dafür wird uns kein Wolkenkuckuksheim hingestellt", meint ein Beamter. Das sieht Heise auch so. "Für die Leitung wird dort vermutlich kein Platz sein.", sagt er. Außerdem sind es langfristige Mietverträge, die die Polizei an den Standort Wilsorfer Straße binden, obwohl der als "weit vom Schuss" bei der Wasserschutzpolizei angesehen wird, die ihre Hauptaufgaben im westlichen Bereich des Hafens erledigt.

Zur Vita von Heise: Er war schon Hamburgs jüngster Kriminaldirektor. Er leitete den Stab beim Polizeipräsidenten, war Revierführer in Rotherbaum oder Chef der Region Süd. In Berlin war er in einem Stabsbereich, der direkt dem Bundeskanzleramt unterstellt ist. Dort konnte er sein Netzwerk ausbauen. Und er ist, nicht ganz unwichtig für seinen neuen Posten, seefest. Bei Windstärke neun war er mit dem Wasserschutzpolizeiboot in der Elbmündung vor Cuxhaven unterwegs. "Drei, vier Meter hoch waren die Wellen", sagt Heise. Seekrank wurde er nicht. Heise: "Es hat sogar Spaß gemacht." zv