101101KreuzHarburg - Der Tod des 22 Jahre alten Pascal, der vergangenen Juni an der Bremer Straße erstochen wurde, wird ungesühnt bleiben. Wegen der tödlichen Stiche wird keine Anklage gegen den festgenommenen Matthias A. (27)

 

erhoben.

Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers. Der Messerstecher war, so die Ansicht der der Staatsanwaltschaft aufgrund einer psychischen Erkrankung zum Zeitpunkt der Tat nicht schuldfähig.

Stattdessen soll der Mann in eine geschlossene Abteilung der Psychiatrie eingewiesen werden. "Wir werden einen entsprechenden Antrag in der Verhandlung stellen", so Möllers. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist Matthias A. weiterhin für die Allgemeinheit gefährlich. Wie lange er in der Psychatrie einsitzen wird, ist unklar. Die Ärzte entscheiden darüber, ob und wann er so weit therapiert ist, dass er entlassen werden kann.

Die Tat im Juni hatte für großes Aufsehen gesorgt. Das Opfer war mit seiner Freundin und Freunden von der Ackerfete gekommen. Sein Pech: an der Bremer Straße in der Höhe Hohe Straße kam Matthias A. der Gruppe entgegen.

In der Gegend ist der aus der Türkei stammende Mann bereits bekannt und berüchtigt. Ein Jahr zuvor hatte er in der Nähe bereits schon einmal einem Menschen angegriffen. Damals stach er einen Mann mit einem abgebrochenen Flaschenhals nieder.

Diesmal belästigte der 27-Jährige, der sich als Maskierung ein Tuch vor Mund und Nase gezogen hatte, die Freundin von Pascal. Er fragte die junge Frau, ob er sie nach Hause und ins Bett begleiten könne. Als Pascal dazwischen ging, zog Matthias A. sofort ein 14 Zentimeter langes Küchenmesser und rammte es dem jungen Mann in den Oberkörper. Zwei der sechs Stiche trafen den 22-Jährigen ins Herz. Trotz schnellen Einsatzes des Notarztes konnte Pascal nicht gerettet werden.

Die Tat hatte harschen Protest vor allem vieler junger Leute ausgelöst. Unter anderem hatte es vor dem Harburger Rathaus eine Mahnwache gegeben. Für Wut hatte gesorgt, dass der 27-Jährige bereits hinreichend der Polizei bekannt war.

So wurden ihm mehrere Gewalt- und Drogendelikte angelastet. Allein acht Körperverletzungen soll er begangen haben. Aus dem Verkehr gezogen wurde er nicht. Bei einer Gerichtsverhandlung hatte sich der Gewalttäter so bekloppt verhalten, dass man erst ein Gutachten über seine Zurechnungsfähigkeit erstellen lassen wollte.

Als Pascal von dem Mann getötet wurde, war der Prozess deshalb noch ausgesetzt. zv

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