101014BombeWilhelmsburg - Brisanter Fund bei Punica am Reiherstieg Hauptdeich. Bei gezielten Sucharbeiten wurde Donnerstagmittag ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die 250 Kilo schwere amerikanische Sprengbombe

lag in einem Schacht voll Wasser.

Dann der Schock: Als Sprengmeister und Ex-Minentaucher der Bundeswehr Peter Bodes den Blindgänger untersuchte, war klar, dass die Bombe mit einem der hochbrisanten Säurezünder bestückt ist. "Die Bombe liegt außerhalb des abgesicherten Bereichs und in sieben Metern Wassertiefe. Eine Entschärfung ist so unmöglich", sagt Bodes. "Wir werden eine Sprengladung anbringen und die Bombe sprengen." Dafür wurde die Umgebung abgeriegelt. "Wir haben Glück. In der Gegend liegen kaum Wohnungen. Auch das Gelände des Krankenhauses Groß Sand liegt außerhalb des Gefahrenbereichs", so ein Feuerwehrmann.101014Roehre

Um kurz nach 20 Uhr drückte der Sprengmeister den auslöser. Die Bombe detonierte. Mehr als 100 Meter hoch war die erdfontäne. "Noch an der Reiherstiegklappbrücke fühlte man die Erschütterung", so einer der Einsatzkräfte

 

Vor der Sprengung waren rund um den Fundort Container zu einem Wall aufgetürmt worden. Sie fingen Splitter ab. "Das hat sich bewährt", sagt Feuerwehrsprecher Manfred Stahl. "Sonst hättes es an den Gebäude in unmittelbarer Nähe Schäden gegeben." Mit wie viel Wucht die Bombe expolodiert war, zeigt auch eine Betonröhre (Foto r.), die verbeult am Ort der Sprengung lag. Es war die aus dem Boden gedrückte Sicherungröhre, die den Schacht gesichert hatte. zv