101012BombeWaltershof - Die Entschärfung der neben der Wache der Wasserschutzpolizei vermuteten Fliegerbombe ist zunächst einmal abgesagt. Die Arbeiter, welche den in etwa elf Metern Tiefe liegenden Blindgänger freilegen sollen, bekommen

das Grundwasser nicht in den Griff.

Ursprünglich war geplant, dass die Bombe am Mittwoch entschärft wird. Dann wurde wenige Stunden vorher der Termin auf 18 Uhr verlegt, um ihn anschließend ganz abzusagen. Möglicherweise wird sich die Freilegung des vermnuteten Blindgängers um Tage verzögern.

Der Fundort liegt nicht nur direkt neben der Polizeiwache, sondern auch nur ein paar Meter von der Kaimauer entfernt. "Der Grundwasserspiegel ist hier sehr hoch. Gräbt man ein Loch, fließt Wasser von allen Seiten sofort nach", so ein Arbeiter. Sicher ist, dass der Blindgänger, wenn es sich um eine Bombe handelt, entschärft wird. Dann werden die geplanten Sicherheitsradien eingerichtet, Evakuierungen durchgeführt und die Autobahn und Köhlbrandbrücke gesperrt.

 

Autofahrer müssen sich darauf einstellen, dass die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Bahrenfeld und Heimfeld für die Zeit der Entschärfung in beide Richtungen gesperrt wird. "Wir können nur den Autofahrern empfehlen den Bereich weiträumig zu umfahren", sagt Hauptkommissar Andreas Schöpflin. Wer aus Finkenwerder kommt, wird Richtung Moorburg umgeleitet und muss von dort weiter über Harburg in zur Reichsstraße oder A1 und weiter Richtung Elbbrücken. "Wir erwarten im Bereich Harburg erhebliche Behinderungen", so ein Beamter. Der Fernverkehr sollte über das Maschener Kreuz ausweichen. Wie lange die Entschärfung und damit die Verkehrsmaßnahmen dauern werden, ist unklar. zv/röer