101008Chemie2Harburg - Chemieunfall bei Brenntag an der Hannoverschen Straße. Beim Umfüllen von Schwefelsäure aus einem Tankwagen in einer Halle riss Freitagvormittag ein Schlauch ab. Die Säure spritzte unter hohem Druck bis unter die Decke. Ein Mitarbeiter

wurde verätzt. Der Mann kam unter Notarztbegleitung ins Unfallkrankenhaus Boberg. "Der Mann hatte vorschriftsmäßige Schutzkleidung an, zu der auch Helm und Brille gehören", sagt ein Feuerwehrmann. "Die Verätzungen sind deshalb relativ glimpflich."

 

Ingsesamt ware mehrere hundert Liter Schwefelsäure ausgelaufen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. "Wir waren mit 82 Mann im Einsatz", sagt Feuerwehrsprecher André Braker. Die freigesetzte Schwefelsäure wurde mit einem Sprühnebel eingedeckt. So wurde sie gekühlt und gleichzeitig verdünnt. Das konterminierte Wasser konnte in einem speziell für solche Fälle vorhandenen Rückhaltebecken aufgefangen werden. "Für die Umgebung bestand keine Gefahr", sagt Braker.

Niederlassungsleiter Ronald Bolte äußerte sich betroffen über den Unfall. "Unsere Sorge gilt unserem Mitarbeiter", sagt er. Zu dem Unfall selbst konnte er nach seinen Angaben noch nicht viel sagen. "Das muss zunächst analysiert werden", so Bolte. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. zv
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